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Grusswort der Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Bildung und Erziehung sind Schlüssel für individuelle Lebenschancen und Motor gesellschaftlicher, kultureller, sozialer und öko- nomischer Entwicklung.
Pädagogisches Handeln steht unter dem Anspruch, Kindern und Jugendlichen Instrumente an die Hand zu geben, damit sie ihre Talente bestmöglich entfalten können. An der schule Talmud Thora werden Kinder und Jugendliche ernst genommen – in ihrer Neugier und in ihren Talenten, in ihrem Bedürfnis nach Bindung und Orientierung, in ihren Lernerfolgen und Lernhindernissen. Lernen und Leistung, Fördern und Fordern werden hier seit 2005 intensiv gepflegt. Der Philosoph Odo Marquard hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Zukunft Herkunft braucht. In diesem Sinne ist es ein wichtiges Ziel des Unterrichts der schule, den Schülerinnen und Schülern ein starkes Fundament an jüdischen Werten zu vermitteln. Nur wer seine eigene Geschichte kennt, kann in der Gegenwart verwurzelt sein; nur wer die Traditionen und Rituale seines eigenen Glaubens erfährt, kann die religiösen Vorstellungen anderer verstehen. Die schule ermöglicht die Bildung der eigenen Persönlichkeit in diesem umfassenden Sinn.

Die Schülerinnen und Schüler haben so die besten Voraussetzungen, ein bewusstes jüdisches Leben inmitten unserer Gesellschaft zu führen und aus ihrem Glauben heraus Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Die schule ist seit ihrer Gründung stark gewachsen. Das ist ein gutes Zeichen für das jüdische Leben in Berlin. Mit dem Neubau auf dem Gelände des Jüdischen Bildungszentrums wird für die schule ein neuer Abschnitt ihrer Entwicklung beginnen. Für die Planung und Durchführung des Bauprojekts wünsche ich Ihnen alles Gute!.